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Home-Office steuerlich absetzen: Das sind die Regeln

Darauf ist zu achten:

Die Corona-Zeiten brachten bzw. bringen mit sich, dass viele Menschen von zuhause aus arbeiten, weil der Arbeitgeber das so möchte. Dadurch wird dann das private Arbeitszimmer zum Home-Office. Da stellt sich die Frage: unter welchen Voraussetzungen lassen sich die Kosten für das Arbeitszimmer in der Steuererklärung absetzen und was konkret ist dabei zu bedenken?

Will man die Kosten eines häuslichen Arbeitszimmers als Werbungskosten steuerlich absetzen:

  • muss das Arbeitszimmer ein geschlossener Raum sein
  • eine einfache Schreibtischecke im Wohnzimmer wird nicht steuermindernd anerkannt
  • neben dem separaten Arbeitszimmer muss ausreichend privater Wohnraum bleiben
  • das Home-Office darf lediglich beruflichen Zwecken dienen (private Mitnutzung max. 10%)

Wichtig:

Um die absetzbaren Kosten des häuslichen Arbeitszimmers zu ermitteln, muss zuerst der prozentuale Anteil des Raums an der Gesamtwohnflächeerrechnet werden. Mit diesem Prozentsatz lassen sich dann die laufenden Betriebskosten der Wohnung wie Miete, Strom, Heizung, Wasser, Grundsteuer, Müllentsorgung etc. auf das Home-Office umlegen. Gebühren für Telefon und Internet erkennen die Finanzbehörden meist mit 50 Prozent für Privatnutzung und 50 Prozent für berufliche Nutzung an. Die Kosten der Ausstattung des Arbeitszimmers mit Schreibtisch, Regalen bzw. Bürogeräten sind sogar voll als Werbungskosten absetzbar.

Nur wer die gesamte Berufstätigkeit im heimischen Arbeitszimmer ausübt, kann die Kosten dafür auch in gesamter Höhe absetzen. Das gilt zum Beispiel für Freiberufler wie Journalisten, Steuerberater oder Schriftsteller, die nahezu ausschließlich zuhause arbeiten. Steht nur für bestimmte Tätigkeiten kein sonstiger Arbeitsplatz zur Verfügung, kann man maximal 1.250 Euro pro Jahr für das häusliche Arbeitszimmer steuerlich geltend machen. Diese Regel gilt beispielsweise für Lehrer, Förster und Außendienstler – außerdem für alle ArbeitnehmerInnen, wenn der Arbeitgeber die Tätigkeit im Home-Office während der Corona-Krise zeitweise anordnet.

Tipp: Lassen Sie sich als Nachweis für das Finanzamt schriftlich bescheinigen, für welchen Zeitraum Ihr Arbeitgeber Sie ins Homeoffice geschickt hat.

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